Deutsche Gehörlosen Zeitung

Die Deutsche Gehörlosen Zeitung (oft abgekürzt zu DGZ) ist ein sehr traditionsreiches Informationsmedium der Gebärdensprachgemeinschaft, das monatlich erscheint. Die Zeitung wird von tauben Menschen für taube Menschen geschrieben und sieht sich als Spiegel der Gebärdensprachgemeinschaft. Geschrieben wird über kulturelle, politische, gesellschaftliche und sportliche Themen der Gemeinschaft sowie über relevante Neuigkeiten aus aller Welt.

Gegründet hat die Zeitschrift der taube Aktivist und Förderer Eduard Fürstenberg 1872. In den nächsten Jahren folgten etliche Zusammenschlüsse mit anderen Zeitschriften und Umbenennungen. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde die Zeitschrift, die damals „Der Deutsche Gehörlose“ hießt, gleichgestellt. Nach dem zweiten Weltkrieg, 1950 sah der Präsident des Deutschen Gehörlosen Bund Karl Wacker die Notwendigkeit eines bundeseinheitlichen Informationsmedium, sodass die Zeitschrift mit einigen weiteren Zeitschriften zusammengelegt wurde, unter anderem mit der ostdeutschen Verbandszeitung nach der Wende.

Die Zeitschrift war stark institutionell und personell mit dem Deutschen Gehörlosen Bund und dem Deutschen Gehörensportverband verflochten und verstand sich als Mitteilungsblatt über das Vereinsleben.

2010 übernahm Frau Kerstin Reiner-Berthold die Leitung der Zeitschrift. Zusammen, mit dem 2014 dazu gekommenen, neuen Chefredakteur Thomas Mitthuber, wandelte sich die Deutsche Gehörlosen Zeitung im Layout und in der inhaltlichen Ausrichtung.

Heute nimmt die Gebärdensprachgemeinschaft die Zeitung als unabhängiges, eigenständiges und kritisches Medium wahr.

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