Das HamNoSys (Hamburger Notationssystem) ist ein Transkriptionssystem (d.h. eine systematische Verschriftlichung) für Gebärden und wurde 1985 an der Universität Hamburg im entwickelt. Bis heute sind ca. 650 Gebärden erfasst.

Gebärdensprache hat sich bisher nicht für den Alltagsgebrauch praktikabel verschriftlichen lassen, obwohl es mehrere Ansätze dazu gibt. Für wissenschaftliche Zwecke existieren „Notationssysteme“ wie z. B. das Hamburger Notationssystem.

Um eine Gebärdensprach-Datenbank zu erstellen, muss eine Möglichkeit der schriftlichen Fixierung und automatischen Erkennung der Deutschen Gebärdensprache gefunden werden, auch zur Entwicklung animierter visueller Computer-Lexika.

Dabei wird jede Gebärde aufgeschlüsselt in ihre Parameter Handform, Handstellung, Ausführungsbereich, Bewegungsausführung und jeweils entsprechenden Symbol-Darstellungen (z.B. Faust, Flachhand, Einzelfinger).

HamNoSys nimmt keinen Bezug auf national verschiedene Fingeralphabete und ist damit international einsetzbar. Die Schriftsymbole sind als Unicode-basierter Zeichensatz für verschiedene Betriebssysteme verfügbar.

Das Hamburger Notationssystem ermöglicht zwar eine zuverlässige Erfassung der einzelnen Parameter, aber nonmanuelle Elemente, also Gesichtsmimik und Bewegungen von Kopf und Oberkörper mit grammatischer Funktion, lassen sich nur teilweise darstellen.

Die Gebärden eines frei gebärdenden Gehörlosen automatisch zu erkennen ist nach gegenwärtigem Wissensstand wohl nur schwer realisierbar, innerhalb gewisser Einschränkungen funktioniert die Erkennung jedoch bereits.

Andere Versuche einer systematischen Verschriftlichungsform für Gebärdensprache ist die Glossentranskription, Gebärdenschrift nach Stokoe für ASL und Sutton Sign Writing.

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