Ikonizität leitet sich vom griechischen Wort ‚eikon‘ ab, was so viel bedeutet wie ‚Ähnlichkeit‘.

Gebärden werden dann als ikonisch motiviert angesehen, wenn ihre Form einem Bild ähnlich ist oder sich auf ein Bild zurückführen lässt, das nur in einer indirekten Beziehung zur Gebärde steht.

Daher gibt es viele sogenannte ikonische oder bildhafte Gesten in der Gebärdensprache, die jeder Laie versteht.

Im Gegensatz zur Lautsprache werden beim Gebärden mehrere Artikulatoren wie Hand, Mund, Gesicht oder Oberkörper gleichzeitig angewandt. Diese Mehrdimensionalität zeigt sich auch in der Unterschiedlichkeit der Zeichentypen (Gebärden, mimische Zeichen, Ablesewörter) und deren simultaner Verwendung. Weiterhin spielt die Nutzung des Gebärdenraumes eine wesentliche Rolle (Anzeigen von unterschiedlichen Größenverhältnissen oder Formen).

Der Anteil ikonischer Gebärden am Gesamtvokabular beträgt ungefähr ein Drittel. Die üblichen zwei Drittel sind genau wie bei Lautsprachen von der reinen Abbildung oder Nachahmung einer Form getrennt („abstrakt“).

In Lautsprachen spielt Ikonizität eine untergeordnete Rolle. Aber in Gebärdensprachen stellt die Bildhaftigkeit ein wesentliches, verbindendes Element dar, welches fest in der visuell-optischen Modalität verankert ist.

Es besteht jedoch eine klare Grenze zu pantomimischen Gesten, bei denen die Hände unabhängig voneinander ohne klar zugrundeliegende Sprachfunktion bewegt werden.

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