Besonders auffällig bei tauben Menschen ist eine ausgeprägte Mimik, also ein starker Gesichtsausdruck. Dies wirkt auf hörende Menschen vielleicht erst einmal verwirrend und möglicherweise auch ein bisschen abschreckend. Oft kommt es zu Fehlinterpretationen der Mimik, z.B. kann es passieren, dass der*die Gehörlose als wütend oder sehr ernst wahrgenommen wird. Allerdings hat die starke Mimik gar nichts mit der Gefühlslage und Emotionalität der tauben Person zu tun,  sondern ist Teil der Gebärdensprache. 

Gebärdensprachen haben unterschiedliche grammatikalische Bestandteile. Ein Wichtiger dabei ist die Mimik. Beispielsweise zeigt der*die Signer*in durch hochgezogene Augenbrauen, dass es sich bei dem Gebärdeten um eine Frage handelt. Man kann das damit vergleichen, dass in Lautsprachen die Stimme am Ende des Satzes nach oben geht. Die Mimik ist also eine Art der Intonation. Augenbrauen, die nach unten gehen, können das Gebärdete betonen oder eine Ernsthaftigkeit bzw. Formalität der Konversation bedeuten.

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