Der Begriff „Modalität” wird häufig verwendet, wenn man von den Unterschieden zwischen Laut– und Gebärdensprachen spricht. 

Der Ursprung des Begriffs kommt vom lateinischen Wort modus, welches auf Deutsch übersetzt „Art und Weise“ bedeutet. Somit  beschreibt das Wort „Modalität“ der Definition nach die Art und Weise, wie etwas ausgeführt wird.

In der Gebärdensprachgemeinschaft und in der Gebärdensprachlinguistik benutzt man diesen Begriff um zu beschreiben, dass Gebärdensprachen eine visuelle Modalität besitzen, d.h. sie sind mit den Augen wahrnehmbar und zu verstehen. Die Art und Weise der Kommunikationsform ist visuell-gestisch. Im Gegensatz dazu haben Lautsprachen eine auditive Modalität, das bedeutet man kann sie hören und die Kommunikation erfolgt über das Benutzen der Stimme.  

Unterschiedliche Sprachmodalitäten erfordern unterschiedliche Bedingungen, die benötigt werden um Kommunikation zu ermöglichen. Wo die auditive Modalität der Lautsprachen akustische Anforderungen haben, wie z.B. laut genug sprechen oder wenig Hintergrundgeräusche, fordert die Modalität der Gebärdensprache visuelle Rahmenbedingungen, wie beispielsweise genug Licht, Augenkontakt, gute Sichtbarkeit usw.

Lautsprachen und Gebärdensprachen sind also qualitativ gleich und sind beide anerkannte Sprachen. Sie unterscheiden sich lediglich in ihrer Modalität.

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