Der Begriff „stumm“ wird oftmals fälschlicherweise von hörenden Personen benutzt um taube Menschen zu beschreiben: „Der*die Stumme“, „Er*sie ist stumm“, usw. Vielen ist dabei nicht bewusst, dass der Begriff diskriminierend ist.

 Das Wort wird abgeleitet von der veralteten Bezeichnung für gehörlose Menschen als „taubstumm“. Diese diskriminierende Bezeichnung wurde bis in das 18. Jahrhundert hinein verwendet.

 Auch stammt das Wort „stumm“ aus einer etymologischen Perspektive von dem Wort „dumm“ ab: Die lange und schmerzhafte Geschichte des Audismus, in der gehörlosen Menschen keine Rechte zugesprochen wurden und eine Kultur der Unterdrückung und Bevormundung durch hörende Menschen verbreitet war, hat diesen Begriff geprägt. Auch die nicht natürlich klingende Aussprache vieler Gehörlosen führte auch zu einer Verfestigung der Vorurteil, dass sie stumm seien. 

 

Man stand unter der Annahme, dass Taube nicht bildungsfähig sind und keine Sprache haben und auch nicht fähig seien, eine zu erlernen – aber genau das stimmt nicht. Denn taube Menschen sind ganz und gar nicht stumm. Ganz im Gegenteil: Taube Menschen bilden sogar eine sprachliche Minderheit.  Sie können schriftlich und verbal kommunizieren, aber vor allem  visuell: Gebärdensprache ist die Sprache der Tauben, die auch 2002 in Deutschland als offizielle Sprache anerkannt wurde. Sie erfüllt die gleichen Ansprüche wie gesprochene Sprachen  und unterscheidet sich nur durch die Modalität von den Lautsprachen. Und zuletzt: Die meisten tauben Menschen können sehr laut schreien.

 Taube Personen daher als „stumm“ zu beschreiben ist diskriminierend und falsch, da sie sehr wohl durch Lautsprache, Schriftsprache und Gebärdensprache kommunizieren können. 

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