Taub ist eine Bezeichnung für gehörlos, ohne Gehör oder für fehlenden Hörsinn.

Die Bezeichnung wurde lange im Sinne von „ertaubt“ benutzt und konnte verwendet werden zur Differenzierung zwischen von Geburt bzw. von früher Kindheit an gehörlosen Menschen und Menschen, die ihr Gehör zu einem späteren Zeitpunkt verloren haben.

Die Endung -los in gehörlos legt den Fokus auf das Fehlen des Hörsinns und wird als nicht ressourcenorientiert wahrgenommen. Daher bezeichnen sich in jüngerer Zeit immer mehr gehörlose Menschen als taube Menschen. Damit wollen sie eine neutrale Sichtweise auf ihre Behinderung zum Ausdruck bringen, die wegführt von einer lediglich medizinisch geprägten Wahrnehmung.

Aus Sicht der Betroffenen wird taub nicht über das fehlende Hörvermögen definiert, sondern sprachlich und kulturell. Vorzugsweise Kommunikationsform ist die Gebärdensprache und die Zugehörigkeit zur Gebärdensprachgemeinschaft und ihrer Kultur.

Taube Menschen erachten Sprechfähigkeit weniger wesentlich als Kommunikationsfähigkeit. Sie können durchaus kommunizieren, sei es in Gebärdensprache, sei es in Lautsprache.

Aus medizinischer Perspektive wird Taubheit über den Grad des Hörverlustes definiert: Bei Hörverlusten zwischen 85 und 100 dB spricht man auch von „Resthörigkeit“ oder „an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit“.

Nach Angaben des Deutschen Schwerhörigenbundes gibt es in Deutschland ca. 80.000 taube Menschen, in Frankreich sind es rund 65.000.

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