Visuelle Sprache bezeichnet die Visualisierung, also die Wahrnehmung über die Augen (lateinisch visuell).

Gebärdensprachen haben sich genauso wie andere Sprachen natürlich entwickelt. Da taube Menschen die Lautsprache nicht über das Gehör aufnehmen können, hat sich in der Vergangenheit eine visuelle Sprache entwickelt.

Gebärdensprache beruht im Gegensatz zur Lautsprache auf einer manuellen Ausdrucksweise (mit den Händen und Armen) und der visuellen Wahrnehmung (mit den Augen). Hände formen die ‚Worte’ der Gebärdensprache, die man Gebärden nennt. Nichtmanuelle Kommunikationsmittel sind Mimik, Blick, Kopf, Oberkörper und Mundbild. Das sind wichtige Teile der Grammatik. Bei der Lautsprache müssen die Wörter nacheinander zu Sätzen geformt werden. Im Gegensatz dazu können die Gebärdensprachen in einer Gebärde mehrere Informationen gleichzeitig (simultan) ausdrücken.

Gebärdensprachen sind also visuell-manuelle Sprachen, die dreidimensional aufgebaut sind und neben Handzeichen aus Mimik und Körperhaltung bestehen. Sie verfügen über ein umfassendes Vokabular und eine eigenständige Grammatik, die grundlegend anderen Regeln folgt als die Grammatik gesprochener Sprachen. Von der Sprachwissenschaft sind Gebärdensprachen als eigenständige, vollwertige Sprachen anerkannt.

Im Gegensatz zu Lautsprachen (linear und zeitlich) sind Gebärdensprachen räumlich und simultan aufgebaut.

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