Zeichensprache bezeichnet das nichtlautsprachliche Verständigungssystem zur Kommunikation. Zeichensprachen sind bestimmte, vereinbarte Zeichen, die für unterschiedliche Sinnesbereiche entworfen werden (visuell, auditiv, taktil). Sie können offiziell anerkannt sein oder als “Geheimsprache” unter Eingeweihten verwendet werden (z.B. Verständigung von Mönchen mit Schweigegelübde im Kloster).

Zeichensprachen können entweder eine Lautsprache begleiten oder sie durch Mimik, Gestik und Körpersprache ersetzen.

Beispiele sind Unterwasserzeichen von Tauchern, Morse-Alphabet, Indian Talk der Indianer Nordamerikas oder Signalsprachen (Flaggen, Verkehrszeichen).

Gebärdensprache wird oft fälschlich als Zeichensprache bezeichnet, was auf eine fehlerhafte Übersetzung (aus dem Englischen „sign language“) zurückzuführen ist.

Gebärdensprachen sind jedoch viel mehr als eine Sammlung von Zeichen, die man mit den Händen macht. Denn Zeichen kann man mal so, oder mal so ausführen. Komplizierte Abläufe oder abstrakte Zusammenhänge lassen sich damit nicht ausdrücken oder nur innerhalb eines starren Rahmens.

Gebärdensprachen sind natürliche Sprachen, d.h. sie sind flexibel und dynamisch, folgen aber zugleich einem Grundgerüst aus Grammatikregeln. Daher sind sie den Lautsprachen in allen Aspekten ebenbürtig und innerhalb der Gebärdensprachgemeinschft sollte der irreführende Begriff Zeichensprache besser vermieden werden.

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